Crowd-Sourcing

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Crowd-Sourcing umschreibt die Auslagerung von Aufgaben aus dem Unternehmen ins Internet. Dort erledigen die Nutzer die Aufgaben gemeinschaftlich und in der Regel ohne Honorar. Diese Teamleistung ist oft der Leistung eines einzelnen Entwicklers überlegen.

Crowd-Sourcing ist von einem Unternehmen oder einer Institution initiiert. Es bedarf der Motivation der Nutzer, diese Aufgaben zu übernehmen. Dafür ist ein Zugang und eine Beziehung zu den entsprechenden Communities sehr hilfreich.

Vor allem in der Neuproduktentwicklung stellen Unternehmen Entwürfe zur Diskussion oder überlassen sogar die Ideenfindung den Kunden und Interessenten.

Die Online-Enzyklopädie Wikipedia stellt ein erfolgreiches Beispiel des Crowd-Sourcing dar. Teilweise erreicht Wikipedia eine höhere Qualität der Einträge als etablierte Werke. Nachteilig, wie generell im Crowd-Sourcing, ist, dass die objektive Qualität der Resultate meist nur schwer einzuschätzen ist.

Repräsentative Ergebnisse sind hier nicht zu erwarten. Es empfiehlt sich ggf. die Resultate im Anschluss einer repräsentativen Marktforschung zu unterziehen.

Crowd-Sourcing bedient sich vor allem der Möglichkeiten des Web2.0 bzw. der Sozialen Medien.

Der Begriff setzt sich aus Crowd = Masse und Outsourcing zusammen. Es ist die Auslagerung von Aufgaben und/oder Prozessen an die Masse der Internetuser.

Ein ähnlicher Ansatz ist Open-Source. Dies findet meist in der Software-Entwicklung statt. Hier handelt es sich in der Regel um ein gemeinsames Projekt, das nicht zugunsten eines Auftraggebers bearbeitet wird. Die Abgrenzung ist manchmal nicht eindeutig.




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© 2014 Professor Dr. Gert A. Hoepner FH Aachen


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