Zielkonkretisierung

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Zielkonkretisierung bedeutet, dass Ziele eindeutig formuliert werden, so dass diese von anderen in derselben Weise verstanden und nachvollzogen werden können. Ferner dient die Konkretisierung dazu, die Zielerreichung bzw. Zielerfüllung zu kontrollieren.

Anforderungen sind:

Inhalt (eine exakte und eindeutig Beschreibung des Zieles)

Ausmaß (eine konkrete Zahl oder zumindest ein definierter Bereich, der durch das Ziel erreicht werden sollte)

Periode (ein Zeitraum oder Zeitpunkt bis zu dem das Ziel erreicht wird)


Zielinhalt

Inhalt bedeutet, dass das Ziel mit eindeutigen Begriffen beschrieben ist. Die meisten Unternehmen verfolgen ein Gewinn-Ziel. Der Begriff Gewinn ist aber keineswegs einheitlich definiert. Der größte Unterschied besteht zum Beispiel im Gewinn vor Steuern im Vergleich zum Gewinn nach Steuern. Weitere unterschiedliche Abgrenzungen des Begriffs existieren. Somit ist beim Gewinnziel eindeutig zu formulieren, wie dieser Gewinn zu ermitteln ist.

Ein anderes Beispiel ist der Marktanteil. Dieser Begriff ist für sich allein nicht eindeutig. In welchem Markt wird dieser Marktanteil gemessen? Welche Marktdefinition liegt zugrunde? In welcher Einheit (Marktanteil Wert / Marktanteil Umsatz oder Marktanteil Menge, welche Mengeneinheit? Stück, Kilo, Liter, …).


Zielausmaß

Als zweites bedarf es eines Ausmaßes, also einer konkreten Größenordnung. Das Ausmaß sollte begrenzt definiert sein. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten:

• Punktuell (Angabe eines genauen Wertes, zum Beispiel 5 Mio. € Gewinn vor Steuern nach Handelsbilanz oder 27 % Marktanteil Wert im Markt XY).

• Zonal (Angabe eines Zielkorridors, zum Beispiel 4 – 6 Mio. € oder 25 – 30%).

In der Praxis werden jedoch teils Ziele unbegrenzt definiert. Die Kontrolle der Zielerreichung wird dadurch erschwert. Der größtmögliche Umsatz bei gegebenen Kosten entzieht sich einer Bewertung, da niemand weiß, ob nicht doch mehr drin gewesen wäre. Es empfiehlt sich dabei die Kombination mit einem Mindestwert: Zum Beispiel mindestens 50 Mio. €.

Auch eine relative Angabe, wie zum Beispiel mehr Gewinn / Umsatz / Marktanteil als Konkurrent A strebt nicht nach einem realistischen Optimum, sondern begnügt sich unter Umständen mit weniger als möglich wäre.

Zielperiode

Schließlich bedarf es der Angabe einer Zielperiode. Dabei kann es sich für die Zielerreichung um einen konkreten Punkt (31.12.20xy) handeln oder ein Zeitraum wird angegeben (während des Jahres 20xy).


Es gibt weitere Kriterien und auch komplette Ansätze, um konkrete Ziele zu definieren: siehe zum Beispiel SMARTe Ziele.



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© 2019 Professor Dr. Gert A. Hoepner FH Aachen Wirtschaftswissenschaften

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