Minimum-Maximum-Prinzip

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Gern geben Wirtschaftslenker u. a. den Spruch von sich, mit minimalem Aufwand ein Maximum erreichen zu wollen. Dieses Mini-Max-Prinzip stellt eine unsinnige Aussage dar!

Nimmt man zum Beispiel ein Gummiband, so würde das Mini-Max-Ziel lauten, das Gummiband unter minimaler Kraftanstrengung auf eine maximale Länge zu dehnen. Um die maximale Länge zu erreichen, benötige man die größte Kraftanstrengung verglichen mit allen vorher erreichten Längen. Minimiert man die Kraftanstrengung auf null, so wendet man keine Kraft an. Das Gummiband verbleibt hier in seiner kürzesten Ausprägung.

Das Minimum-Maximum-Prinzip erbringt keine optimale Lösung und stellt somit Unfug dar.

Es ist jedoch möglich, das Minimum-Prinzip und das Maximum-Prinzip iterativ, also schrittweise und abwechselnd anzuwenden. Bei obigen Gummiband bringt das zwar nichts, aber bei technischen Produkten ist dies unter Umständen möglich. Man versucht eine Leistung zunächst mit minimalen Aufwand zu erstellen. Unter Umständen ergibt sich bei der Minimalisierung ein Mehrwert für den Kunden, so dass anschließend der Ertrag gesteigert werden kann. Dieses Vorgehen fand unter dem Buzzword Reduce-to-the-Max Eingang in das Marketing.



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© 2019 Professor Dr. Gert A. Hoepner FH Aachen Wirtschaftswissenschaften

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